Unser bestes Pferd im Stall !

03.08.2020 14:39

Nicht lange ist’s her, da wollten unsere jungen Familien für ihre Kinder in der TWA ein Pony anschaffen und dafür einen Stall nahe der Gemeinschaftswiese bauen. Dies ließ sich allerdings nicht ohne Weiteres realisieren, weil Andere sich gegen diesen Wunsch aufbäumten. Sie meinten, die Jungen hätten sich vergaloppiert. 

Aber „immer sachte mit die jungen Pferde“, unsere Pferdenarren eine geniale alternative Idee. Sie planten ein großes Holzpferd auf dem Außengelände der TWA aufzustellen. Nicht etwa als Trojanisches Pferd, um die TWA zu erobern. Nein, man lernt nicht nur auf alten Pferden reiten, auch auf Holzpferden können Kinder mit viel Phantasie ihrem Steckenpferd frönen. Und das heißt keineswegs das Pferd vom Schwanz aufzäumen !

Zur Umsetzung der Vision versicherten sich die Initiatoren, Anna & Sven, der Unterstützung von Lykke, der nun schon erwachsenen Tochter von Anja und Axel. Die Glückliche studiert seit drei Jahren in Flensburg als angehende Holz-Bildhauerin. Lykke brauchte man auch nicht erst zuzureden wie einem lahmen Gaul. Ganz im Gegenteil, die Kinder hatten genau auf das richtige Pferd gesetzt! Sie muß sich zwar noch die Sporen verdienen, aber als inzwischen junge sympathische Frau – immer noch herzlich der TWA zugetan  – kann man mit ihr Pferde stehlen !

Mit Tom und Sven waren zuvor bereits die Gäule durchgegangen. Sie hatten im Bauhof einer Nachbargemeinde einen gefällten alten Eichenstamm entdeckt. Wie vom Hafer gestochen, sicherten sie sich davon die Filetstücke, zwei eineinhalb Meter lange Stammsegmente von einem Meter Durchmesser, und transportierten sie gemeinsam mit ihren Mitstreitern auf Schusters Rappen in die TWA. Dabei hieß es arbeiten wie ein Pferd, denn die Stämme hatten ungeahntes Gewicht.

Gesagt getan, die Kettensäge röhrte ohne Unterlaß, und innerhalb von zwei Tagen ward die Skulptur bereits in ihrer Rohform deutlich erkennbar (s. Bilder). Wir sind schon gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Kinder auf diesem Pferde reiten !

Unterdessen liegt vor dem Gemeinschaftshaus immer noch der alte Eichenstamm, den Peter der TWA zum Einzug vermachte. Es heißt zwar „einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul“, und wir wollen auch keine Pferde scheu machen. Aber wäre es nicht genial, wenn wir auch hierfür noch jemanden gewinnen könnten, unsere vor Jahren gemeinsam mit dem Holzbildhauer Thomas Jaspert erarbeitete Vision zu verwirklichen, ebenfalls aus diesem Stamm ein Kunstwerk zu schaffen in dem sich alle TWAler, z.B. mit ihrem eigenen Medaillon, verwirklichen können ?